IHR BÜRGERMEISTER FÜR TÖNISVORST

Schlagwort: Bauen

Ihre Frage: Zum Thema Neubaugebiete und familiengerechter Wohnraum in Tönisvorst

In den vergangenen Jahren wurde in Tönisvorst sehr viel in altersgerechtes Wohnen investiert, siehe Mertenshof, Keisergarten, Pfarramt Vorst, Kirchplatz, etc. Natürlich begründet sich dies am demographischen Wandel in Deutschland. Dennoch kommt die Schaffung von Bauland für junge Familien in Tönisvorst deutlich zu kurz.

Zwar wurde mit Vorst Nord ein neues Neubaugebiet geschaffen, die Nachfrage hat das Angebot jedoch deutlich überstiegen. Deswegen meine Frage:

Planen Sie als möglicher Bürgermeister in mittelfristiger Zukunft (4-6 Jahre) die Schaffung eines Neubaugebiets speziell in Vorst (z. B. eine Erweiterung des Neubaugebiets Vorst Nord) oder folgen Sie der These von Joachim Kremser, „Die Zeit der großflächigen Entwicklungen von Baugebieten für Einfamilienhäuser und der damit verbundene gewaltige Flächenverbrauch ist längst an seine Grenzen gestoßen“?

Frage bei Facebook am 25.06.2020

Antwort Uwe Leuchtenberg

Ich bin der Auffassung, wir brauchen preiswerten Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten, viele der in den letzten Jahren entstandenen Häuser und Wohnungen erfüllen diesen Anspruch leider nicht.

Aus meiner Sicht muss man an verschiedenen Stellen anpacken:
Genossenschaftliche Projekte und der Siedlungsbau müssen gefördert werden. Mit der Initiative CoHousing bin ich seit längerem in Kontakt.

In beiden beiden Stadtteilen gibt es innerörtlich große Flächen die noch erschlossen werden können. Der Bau von altersgerechten Wohnungen muss mit einer Möglichkeit verbunden werden, den bisher genutzten Wohnraum, zum Beispiel das „zu groß“ gewordene Einfamilienhaus, an junge Familien zu vermitteln. Hier sehe ich eine städtische Aufgabe die Beratung zu übernehmen und Hilfestellung zu geben.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Nachfrage entsprechend auch Baugebiete ausgewiesen werden, hierbei ist es wichtig Kriterien für die Vergabe festzulegen (Tönisvorster, Sozialrabbatt, Erbbaurechte etc.).

Rufen sie mich einfach mal an, wenn sie noch mehr oder detaillierte Infos haben möchten.

Kontakt zu Uwe Leuchtenberg:

Telefon: 0170 3100 510

Ihre Frage: Zum Thema lokales Handwerk und Flächenentwicklung

Uwe, wie stellst Du Dir die Entwicklung des ehemaligen Cray Valley Geländes vor? Es gibt Handwerker, die händeringend nach einem neuen Gelände suchen und überlegen die Stadt zu verlassen.

Frage während der Live-online-Pressekonferenz am 14.05.2020

Antwort Uwe Leuchtenberg

Hier passiert genau das, was immer passiert, wenn Amateure auf knallharte Profis treffen. Man wird regelrecht abgebügelt. So im Besonderen in diesem Gebiet. Bei unserem Plan, dort Wohnen und Gewerbe anzusiedeln, haben sich der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer schon vor dem eigentlichen Match als Sieger gefühlt und dies auch verkündet, um jetzt den schwarzen Peter kleinlaut an die andere Seite zu schieben.

Wie so häufig in Tönisvorst geht es, für den Verhandlungspartner, um Gewinnmaximierung mit Zeitspiel. Wie ich es auch schon am Donnerstag formuliert habe, muss da gehörig mehr Druck gemacht und im Gegenzug eine Alternative aufgebaut werden.

Denn das Planungsrecht haben alleine nur wir; diese Waffe ist allerdings hier stumpf, weil der Bebauungsplan ja schon in der Aufstellung ist, vor dem Vertragsabschluss!

Hier braucht es auch eine Zeitenwende hin zu einer grundsätzlich anderen Grundstückspolitik, die die Stadt in eine bessere Position bringt. Leider ist das jahrelang versäumt worden und nicht kurzfristig zu beheben.

Ihre Frage: Zum Thema Wohnen, Bauen und Umweltschutz

Ich habe gehört, dass in den nächsten Jahren fünf neue Baugebiete in Tönisvorst erschlossen werden sollen. Wie passt das mit den Vorstellung von Umweltschutz zusammen? Wie stellen Sie sich da ein funktionierendes Konzept für die bereits bestehende Infrastruktur vor?

Frage während der Live-online-Pressekonferenz am 14.05.2020

Antwort Hans Joachim Kremser

Die im Regionalplan ausgewiesenen Flächen stellen keine Baugebiete im eigentlichen Sinne dar, sondern weisen Flächenreserven und Potentiale für die nächsten 20-30 Jahre und darüber hinaus aus.

Diese dargestellten Flächen können also ebenso getauscht und/ oder an andere Örtlichkeiten verschoben werden. Dies wird im Planungsausschuss beraten und mit der Verwaltung und der Bezirksregierung in einem festgelegten Verfahren erörtert.

Aktuell gibt es im Planungsbereich lediglich zwei kleinere Flächen über deren Entwicklung nachgedacht wird. Gemeint ist in Vorst der Bereich um den Neuenhaushof und in St. Tönis der hintere Bereich Fliethgraben.

Als Vorsitzender des Planungsausschusses habe in den letzten Jahren die bauliche Entwicklung eher im innerstädtischen Bereich gesehen. Viele Vorhaben wurden da bereits umgesetzt, aber es gibt innerstädtisch auch noch ein weiteres Potential, insbesondere auch zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum! Die Zeit der großflächigen Entwicklungen von Baugebieten für Einfamilienhäuser und der damit verbundene gewaltige Flächenverbrauch ist längst an seine Grenzen gestoßen.