IHR BÜRGERMEISTER FÜR TÖNISVORST

Schlagwort: Wohnen

Ihre Frage: Zum Thema lokales Handwerk und Flächenentwicklung

Uwe, wie stellst Du Dir die Entwicklung des ehemaligen Cray Valley Geländes vor? Es gibt Handwerker, die händeringend nach einem neuen Gelände suchen und überlegen die Stadt zu verlassen.

Frage während der Live-online-Pressekonferenz am 14.05.2020

Antwort Uwe Leuchtenberg

Hier passiert genau das, was immer passiert, wenn Amateure auf knallharte Profis treffen. Man wird regelrecht abgebügelt. So im Besonderen in diesem Gebiet. Bei unserem Plan, dort Wohnen und Gewerbe anzusiedeln, haben sich der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer schon vor dem eigentlichen Match als Sieger gefühlt und dies auch verkündet, um jetzt den schwarzen Peter kleinlaut an die andere Seite zu schieben.

Wie so häufig in Tönisvorst geht es, für den Verhandlungspartner, um Gewinnmaximierung mit Zeitspiel. Wie ich es auch schon am Donnerstag formuliert habe, muss da gehörig mehr Druck gemacht und im Gegenzug eine Alternative aufgebaut werden.

Denn das Planungsrecht haben alleine nur wir; diese Waffe ist allerdings hier stumpf, weil der Bebauungsplan ja schon in der Aufstellung ist, vor dem Vertragsabschluss!

Hier braucht es auch eine Zeitenwende hin zu einer grundsätzlich anderen Grundstückspolitik, die die Stadt in eine bessere Position bringt. Leider ist das jahrelang versäumt worden und nicht kurzfristig zu beheben.

Ihre Frage: Zum Thema Wirtschaftsförderung

Wie kann Tönisvorst für Technikunternehmen interessant gemacht werden?

Frage während der Live-online-Pressekonferenz am 14.05.2020

Antwort Daniel Ponten

Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts haben wir seitens der GUT bereits angeregt in Tönisvorst attraktiven Wohnraum für junge Menschen und Studierende zu schaffen. Die Nähe zur Hochschule Niederrhein mit der direkten Straßenbahnanbindung ist doch ein Pluspunkt in dieser Beziehung.

Diesen Gedanken muß man fortsetzen und schauen, dass man solche Menschen in der Stadt hält, Sie bei der Gründung von Start-Ups begleitet und Unternehmen mit dem Standortvorteil „Mitarbeiterpotential aus Hochschulumfeld“ auch nach Tönisvorst lockt. Dafür ist die Entwicklung guter und gut angebundener Gewerbeflächen nötig, an Stellen, die aktuell vernachlässigt werden.

Ihre Frage: Zum Thema Wohnen, Bauen und Umweltschutz

Ich habe gehört, dass in den nächsten Jahren fünf neue Baugebiete in Tönisvorst erschlossen werden sollen. Wie passt das mit den Vorstellung von Umweltschutz zusammen? Wie stellen Sie sich da ein funktionierendes Konzept für die bereits bestehende Infrastruktur vor?

Frage während der Live-online-Pressekonferenz am 14.05.2020

Antwort Hans Joachim Kremser

Die im Regionalplan ausgewiesenen Flächen stellen keine Baugebiete im eigentlichen Sinne dar, sondern weisen Flächenreserven und Potentiale für die nächsten 20-30 Jahre und darüber hinaus aus.

Diese dargestellten Flächen können also ebenso getauscht und/ oder an andere Örtlichkeiten verschoben werden. Dies wird im Planungsausschuss beraten und mit der Verwaltung und der Bezirksregierung in einem festgelegten Verfahren erörtert.

Aktuell gibt es im Planungsbereich lediglich zwei kleinere Flächen über deren Entwicklung nachgedacht wird. Gemeint ist in Vorst der Bereich um den Neuenhaushof und in St. Tönis der hintere Bereich Fliethgraben.

Als Vorsitzender des Planungsausschusses habe in den letzten Jahren die bauliche Entwicklung eher im innerstädtischen Bereich gesehen. Viele Vorhaben wurden da bereits umgesetzt, aber es gibt innerstädtisch auch noch ein weiteres Potential, insbesondere auch zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum! Die Zeit der großflächigen Entwicklungen von Baugebieten für Einfamilienhäuser und der damit verbundene gewaltige Flächenverbrauch ist längst an seine Grenzen gestoßen.

Beantwortung weiterer Fragen aus der Live-Online-Pressekonferenz

Wir sind alle Fragen durchgegangen und haben zu vier Themenbereichen noch offene Fragen festgestellt, die aufgrund der großen Beteiligung nicht mehr zeitig beantwortet werden konnten. Dabei geht es um Wirtschaft, Schule, Wohnen, Umwelt- und Klimaschutz und das lokale Handwerk.

Wir werden die Fragen bis zum Ende des Wochenendes schriftlich beantworten!